"Das Leben
ist viel
zu kurz
um
schlechtes Essen
zu essen"

Labstelle - da haben wir wieder einmal gut gela(e)bt

Labstelle - da haben wir wieder einmal gut gela(e)bt

Man hat es ja eigentlich nicht wirklich nötig ... gleich auf der ersten Seite der Speisekarte zu erwähnen, dass man ein von Gault Millau ausgezeichnetes Restaurant sei. Wer es nicht selbst erlebt, dem wird die Erwähnung auch ziemlich egal sein. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein darf man einem Restaurant, insbesondere wie jenem der Labstelle, schon zutrauen!

Das Restaurant selbst mag entdeckt werden. Vordergründig wirkt es wie eines jener modernen Restaurants in Wien, die kommen, um dann nach einiger Zeit auch wieder zu gehen ... ohne irgendwie auch besonders auffällig gewesen zu sein.

Die Labstelle selbst hat sich eine sympathische Beschreibung verordnet, so liest man im Internet:

 
"Ehrlich soll sie sein, aber nicht fad. Regional verwurzelt, doch mit urbanem Flair. Sympathisch frisch und auch ein bisschen raffiniert. Unsere Küche. Mit besten Zutaten gekocht, mit/ohne Schnick­schnack serviert. Saisonale Gerichte für den großen Appetit, köstliche Jausen mit selbstgebackenem Brot für den kleinen Hunger. Ob am Morgen (samstags), am Mittag, am Abend, im Restaurant oder in der Bar: Das Gute lauert immer und überall."

Und ja, die Lokation hat schon was! Das Lokal selbst ist modern nüchtern, aber trotzdem "warm". Insbesondere am Abend entwickelt die Labstelle eine sympathische Atmosphäre, die sowohl einen passenden Rahmen für ein privates Essen, als auch für ein Business Dinner schafft. Man sitzt mit angenehmen Abstand, sodass man sich ungestört unterhalten kann.

Man legt Wert auf Selbstgemachtes und Regionales. Die Lieferanten sind aufgelistet (und insbesondere bei der Fleischqualität kann man das auch schmecken) und zu empfehlen sind auch die hausgemachten Säfte. Das Brot ist offensichtlich selbst gebacken, tja, bei dem Preis für das Gedeck muss das fast schon sein (liebe Leute, für ein wenig Brot und einfachen Aufstrich will ich nicht EUR 3,30 bezahlen, ich finde das einfach zuviel!).

Unter der Woche gibt es leckere Mittagsmenüs, wo man unter mehreren Optionen auswählen kann. Zu vernünftigen Preisen kann man hier "eine Kleinigkeit essen" oder auch einen netten Business Lunch einnehmen.

Am Abend gibt es eine übersichtliche aber wirklich raffinierte und auf den Punkt gebrachte Abendkarte, die keine Wünsche offen lässt. Von Vegetarisch, Fleisch, Fisch bis hin zu Wild findet sich hier alles.

 

Die Suppe (Klare Suppe von der Bio-Ente) ist lecker serviert und schmeckt auch ebenso.

Bei den Hauptgerichten überzeugen sowohl das Lamm, als auch das Wild. Das Fleisch ist bei beiden wirklich auf den Punkt und von bester Qualität.

 

Auf den ersten Blick wirken die Portionen "überdesigned" (das Auge darf hier definitiv mitessen) und klein, sie sind es aber nicht. Wir sind nach Suppe und Hauptgang angenehm satt und zufrieden, aber ein wenig Nachtisch darf es schon sein.

Auch hier überzeugen die Gebrannte Vanillecreme (mit interessantem Beiwerk wie Karotten, so noch nie gegessen) und die Brandteigkrapferl. 

Das Service ist sehr professionell und wirkt schon fast "lässig" - passt hier aber auch einfach dazu. Die Preise sind wienerisch, aber grundsätzlich fair (und trotzdem finde ich EUR 3,30 für das Gedeck übertrieben). 

Wir kommen auf jeden Fall wieder. 

Wir kommen wieder, weil es eine nette Lokation mit angenehmer, fast lässiger Atmosphäre ist, sowohl Mittags als auch am Abend. Und wir kommen auch wieder, weil wir hier gut essen: raffiniert, mit regional guten Zutaten und auf dem Teller auf den Punkt gebracht. 

Weiter so - Wien braucht das!

 

Plachutta - ein Stück österreichische Geschichte essen

Plachutta - ein Stück österreichische Geschichte essen

Das Steirereck am Pogusch - die Mutter aller Wirtshäuser wird älter

Das Steirereck am Pogusch - die Mutter aller Wirtshäuser wird älter